Etikettierung verstehenVeröffentlicht am Stand Fachlich geprüft von WILUX PRINT AG
Etikettierung verstehen: Begriffe und Funktionsweise
Etikettierung ist das Aufbringen eines Etiketts auf ein Produkt, eine Verpackung oder eine Transporteinheit wie Palette oder Versandkarton, von Hand oder maschinell. Das Etikett trägt die Angaben, die Mensch und Scanner lesen: Klarschrift, Barcode oder 2D-Code, beim RFID-Etikett zusätzlich einen Transponder. Jede Etikettierung besteht aus drei Teilschritten: das Etikett mit Daten füllen, es drucken oder vorgedruckt bereitstellen und es aufbringen. Kennzeichnung ist der weitere Begriff; er umfasst auch den Direktdruck auf Folie oder Verpackung ohne Etikett.
- Etikettierung
- Das Aufbringen eines Etiketts auf Produkt, Verpackung oder Transporteinheit, von Hand oder maschinell, in drei Teilschritten.
- Daten: Die Etikettensoftware gestaltet das Layout, bindet es an die Geschäftsdaten an und steuert den Druck.
- Druck oder Bereitstellung: Ein Etikettendrucker oder ein Druckwerk in der Etikettiermaschine druckt das Etikett im Thermodirekt- oder im Thermotransferverfahren; vorgedruckte oder blanko Etiketten kommen ohne Druck von der Rolle.
- Aufbringen: von Hand, mit einem halbautomatischen Etikettierer, in den der Bediener das Produkt einlegt, oder mit einer Etikettiermaschine im Stillstand oder im Durchlauf.
- Kennzeichnung
- Der weitere Begriff: Kennzeichnung umfasst das Etikettieren und den Direktdruck, der Folie oder Verpackung ohne Etikett bedruckt.
Etikettierung: Definition und Abgrenzung der Begriffe
Etikettierung ist das Aufbringen eines Etiketts auf Produkt, Verpackung oder Transporteinheit; Kennzeichnung ist der weitere Begriff, der auch den Direktdruck ohne Etikett umfasst, und Auszeichnung wird für das Etikettieren gleichbedeutend verwendet. Das Etikett ist dabei der Informationsträger, der die Angaben zum Produkt trägt.
Ein Etikett kommt in zwei Formen vor. Das Selbstklebeetikett besteht aus Etikettenmaterial und Klebstoff und sitzt auf einem Trägermaterial, bis es an der Spendekante abgelöst wird. Das Stecketikett kommt ohne Klebstoff aus: Das WILUX System PAS1402 bedruckt es ab einer Endlospapierrolle, schneidet es und steckt es in Mehrweg-Kunststoffbehälter ein. Die Angaben auf dem Etikett richten sich an zwei Leser, an den Menschen mit der Klarschrift und an Scanner oder Lesegeräte mit Barcode, 2D-Code oder RFID-Transponder.
Kennzeichnung ohne Etikett heisst Direktdruck. Der WILUX System Multiline Printer DPS1500 bedruckt an Vakuum-Tiefzieh-Verpackungsmaschinen die Ober- und/oder Unterfolie im Thermotransferverfahren, alternativ mit Heisspräger oder Inkjet-Drucker. Der Foliendirektdruck im digitalen Thermotransferverfahren, kurz TTO, bringt variable Daten wie Datum, Uhrzeit, Charge und Barcode ohne Umweg über ein Etikett auf Verpackungsfolie oder Kartonage.
Auszeichnen steht in den Datenblättern von WILUX PRINT AG gleichbedeutend für etikettieren: Das System PAS42xx zeichnet Produkte aller Art im Durchlauf oder im Stillstand aus. Das Etikettieren ist damit ein Teil der Kennzeichnung, und Auszeichnung ist ein zweites Wort für dieselbe Tätigkeit.
Etikettierer: Definition und Abgrenzung zu Etikettiermaschine und Etikettiergerät
Ein Etikettierer ist eine Etikettiermaschine: Beide Wörter bezeichnen dieselbe Maschine, die Etiketten maschinell auf Produkte, Verpackungen oder Paletten aufbringt, während Etikettiergerät ein Sammelwort ohne feste technische Abgrenzung ist. Unterschieden werden die Maschinen nach Funktion und Automatisierungsgrad, nicht nach dem Wort.
Etikettierer und Etikettiermaschine im Sprachgebrauch
WILUX PRINT AG verwendet beide Wörter für dieselbe Maschine: Der PAD1000 heisst halbautomatischer Etikettierer und teilautomatische Etikettiermaschine zugleich. Gleichbedeutend stehen Etikettiersystem und Etikettieranlage. Technisch trennt die Funktion die Bauarten. Ein Etikettenspender spendet vorgedruckte oder blanko Etiketten, ein Druckspender bedruckt das Etikett unmittelbar vor dem Spenden mit einem Inline-Druckwerk, und ein Print-and-Apply-System bringt das frisch gedruckte Etikett mit einem Applikator auf das Produkt.
WILUX PRINT AG stimmt jedes System individuell auf die Anforderungen, Taktzeiten und Materialien des Betriebs ab; rund 80 bis 90 % ihrer Etikettiermaschinen sind Sondermaschinen. Die Baureihen, aus denen diese Anlagen entstehen, zeigt die Übersicht der Etikettiermaschinen.
Etikettiergerät: Abgrenzung nach Funktion und Auslösung
Etikettiergerät bezeichnet keine eigene Bauart, sondern jedes Gerät, das Etiketten bereitstellt oder aufbringt. Eingeordnet wird es an zwei Fragen: Was tut das Gerät mit dem Etikett, und wer löst den Vorgang aus?
- Bereitstellen durch das Gerät, Aufbringen durch den Bediener: Der halbautomatische Etikettenspender löst Selbstklebeetiketten teilautomatisiert ab und stellt sie dem Bediener bereit, der sie von Hand aufbringt.
- Drucken und Aufbringen auf Auslösung: Der halbautomatische Etikettierer PAD1000 druckt mit einem Desktop-Thermotransferdrucker und appliziert mit einem Etiketten-Applikator, ausgelöst per externem Startsignal oder per Fuss- oder Handtaster.
- Aufbringen im Takt der Linie: Die vollautomatische Etikettiermaschine ist über I/O-Kommunikation an die übergeordnete Steuerung angebunden und etikettiert im Stillstand oder im Durchlauf.
Ablauf der Etikettierung vom Datensatz bis zum haftenden Etikett
Die Etikettierung läuft in fünf Stationen: Daten aus dem Geschäftssystem, Layout und Druckauftrag in der Etikettensoftware, Druck oder vorgedruckte Rolle, Aufbringen über Spendekante oder Applikator und Prüfung des gedruckten Barcodes. Fällt eine Station aus, fehlt am Ende die lesbare Kennzeichnung.
- Daten: Seriennummer, Chargennummer oder Versandinformation kommen aus dem Geschäftssystem.
- Layout und Druckauftrag: Die Etikettensoftware setzt die Daten in die Etikettenvorlage.
- Druck oder vorgedruckte Rolle: Das Etikett wird gedruckt oder kommt fertig von der Rolle.
- Aufbringen: Das Etikett löst sich an der Spendekante und kommt auf das Produkt.
- Prüfung: Ein Scanner prüft, ob der gedruckte Barcode lesbar ist.
Die Etikettierung läuft in fünf Stationen vom Datensatz bis zum geprüften Etikett. Die Daten stammen aus einem Geschäftssystem wie SAP oder aus einer Datenbank, etwa Seriennummer, Chargennummer oder Versandinformation. Die Etikettensoftware, bei WILUX PRINT AG Loftware NiceLabel und TEKLYNX, setzt diese Daten mit Text, Barcode und 2D-Code in die Etikettenvorlage und übergibt den Druckauftrag. Ein Etikettendrucker oder ein Druckwerk in der Etikettiermaschine druckt das Etikett im Thermodirekt- oder im Thermotransferverfahren; vorgedruckte Etiketten überspringen diese Station. Beim Aufbringen wird das Etikett an der Spendekante vom Trägermaterial abgelöst und direkt oder über einen Applikator auf das Produkt gebracht. Am Ende prüft ein Scanner die Lesbarkeit des gedruckten Barcodes, bei den Systemen PAS42xx und PALSET PAS43xx als Option Scanner-RAP (Read After Print).
Begriffe von A bis Z
Die Etikettierung hat ein eigenes Vokabular: Spendekante, Trägerband und Applikator beschreiben den Materialweg der Maschine, Thermodirekt, Thermotransfer und Farbband den Druck, GTIN, SSCC und Ruhezone die Codes auf dem Etikett. Die Liste erklärt die Begriffe in je einem Satz, der für sich allein steht.
- 2D-Code
- Ein zweidimensionaler Code wie DataMatrix, GS1 DataMatrix oder QR-Code, der mehr Informationen aufnehmen kann als ein eindimensionaler Barcode.
- Abrollvorrichtung
- Die Baugruppe der Etikettiermaschine, die die Etikettenrolle trägt und das Etikettenband mit Vorholpendel und Bandbremse zur Spendekante führt.
- Anwendungsbezeichner (AI)
- Eine Kennziffer in Klammern vor jedem Datenfeld eines GS1-Codes, die dessen Bedeutung festlegt, etwa (00) für den SSCC und (10) für die Fabrikationscharge.
- Applikator
- Die Baugruppe, die das Etikett bei der Etikettierung auf das Produkt bringt: Pneumatik- und Elektroadapter setzen es im Stillstand mit einem Saugstempel auf, Düsen- und Mitlaufadapter im Durchlauf.
- Barcode
- Ein eindimensionaler Strichcode, der Daten wie die GTIN maschinenlesbar macht; der Scanner beleuchtet ihn und wertet das reflektierte Muster aus.
- Direktdruck
- Die Kennzeichnung ohne Etikett und damit ohne Etikettierung, bei der ein Drucksystem Folie oder Verpackung unmittelbar bedruckt, etwa der WILUX System Multiline Printer DPS1500 die Ober- und/oder Unterfolie an Vakuum-Tiefzieh-Verpackungsmaschinen.
- Druckkopf
- Das Bauteil des Etikettendruckers, das das Druckbild mit Wärme erzeugt; seine Auflösung wird in dpi oder in Punkten pro Millimeter angegeben, 203 dpi entsprechen 8 Punkten pro Millimeter.
- Druckspender (Etikettendruckspender)
- Eine Etikettiermaschine, die das Etikett mit einem Inline-Druckwerk bedruckt und unmittelbar danach spendet, für die Etikettierung mit variablen Daten, etwa das WILUX System PLS41xx.
- Durchlauf
- Die Applikation ohne Produktstopp, entscheidend bei hohen Taktzeiten und kontinuierlichen Prozessen der Etikettierung.
- Etikett (Etikette)
- Der Informationsträger der Etikettierung auf Produkt, Verpackung oder Transporteinheit, als Selbstklebeetikett aus Etikettenmaterial und Klebstoff auf einem Trägermaterial oder als Stecketikett ohne Klebstoff; in der Schweiz ist auch die Form „die Etikette“ gebräuchlich, etwa in der „Transportetikette“ von GS1 Schweiz.
- Etikettendrucker
- Ein Drucker für Etiketten von der Rolle oder aus dem Leporello, der das Druckbild mit einem beheizten Druckkopf erzeugt und die Etikettenlage über eigene Sensoren erkennt; auf das Produkt bringen das Etikett der Bediener, ein Applikator oder eine Etikettiermaschine.
- Etikettensensor
- Der Sensor im Etikettendrucker, der die Etikettenlage an Lücke, Kerbe oder schwarzer Marke erkennt.
- Etikettensoftware
- Die Software der Etikettierung, die Etikettenlayouts gestaltet, sie an Geschäftsdaten anbindet und den Druck steuert; WILUX PRINT AG führt Loftware NiceLabel und TEKLYNX.
- Etikettenspender
- Eine Etikettiermaschine ohne Druckwerk für die Etikettierung mit vorgedruckten oder blanko Etiketten, die im Stillstand oder im Durchlauf spendet, etwa der Etikettierkopf WLS-III.
- Etikettierer
- Gleichbedeutend mit Etikettiermaschine; WILUX PRINT AG verwendet beide Wörter für dieselbe Maschine, etwa beim halbautomatischen Etikettierer PAD1000.
- Etikettiergerät
- Ein Sammelwort für Geräte der Etikettierung ohne feste technische Abgrenzung; entscheidend ist, ob das Gerät spendet, druckt und spendet oder druckt und appliziert und ob ein Bediener oder die Linie den Vorgang auslöst.
- Etikettiermaschine
- Eine Maschine für die maschinelle Etikettierung, die Etiketten auf Produkte, Verpackungen oder Paletten aufbringt; gleichbedeutend werden Etikettiersystem und Etikettieranlage verwendet.
- Farbband (Thermotransferband)
- Das Band, dessen Farb- oder Harzschicht der Druckkopf im Thermotransferverfahren auf das Etikett überträgt; es gibt Wachs-, Wachs-Harz- und Harzbänder, und die Farbseite liegt je nach Band aussen oder innen.
- GS1-128
- Der Logistik-Strichcode für Handels- und Transporteinheiten, der Datenfelder mit Anwendungsbezeichnern trägt, etwa den SSCC mit dem AI (00).
- GTIN
- Die Global Trade Item Number, ein weltweit eindeutiger Identifikationsschlüssel aus dem GS1 System für Artikel und Dienstleistungen; sie besteht aus GS1 Basisnummer, Artikelbezug und Prüfziffer, und in der Schweiz ist die GTIN-13 die verbreitetste Form.
- Print & Apply (Drucken und Applizieren)
- Ein Etikettiersystem, das das Etikett inline bedruckt und mit einem Applikator direkt auf das Produkt aufbringt, etwa das WILUX System PAS42xx und der Palettenetikettierer PALSET PAS43xx.
- RFID
- Radio Frequency Identification, die berührungslose Identifikation über Funkwellen; ein RFID-Etikett trägt einen Transponder, den ein RFID-Etikettendrucker beim Drucken beschreibt.
- Ruhezone (Hellzone)
- Der freie helle Rand links und rechts eines Strichcodes; beim GS1-128 verlangt GS1 Schweiz auf beiden Seiten das 10-Fache des X-Moduls, also der Breite des schmalsten Strichs.
- Saugstempel
- Der Teil des Applikators, der das Etikett mit Vakuum hält und auf das Produkt setzt; er wird an das Etikettenformat angepasst, und Stützluft sorgt für eine saubere Abspendung.
- Scanner-RAP (Read After Print)
- Die Option, die nach dem Druck die Lesbarkeit des gedruckten Barcodes prüft, bei den Systemen PAS42xx und PALSET PAS43xx.
- Spendekante
- Die Kante, über die das Etikett vom Trägermaterial abgelöst wird; beim Etikettierkopf WLS-III ist sie beweglich oder starr, optional mit Magnet- oder Pneumatik-Unterstützung.
- SSCC
- Der Serial Shipping Container Code, ein weltweit eindeutiger, 18-stelliger Identifikationsschlüssel aus dem GS1 System für Transporteinheiten wie Palette, Karton oder Paket; jede Transporteinheit trägt einen eigenen SSCC.
- Stillstand
- Die Applikation bei stehendem Produkt, erste Wahl bei höchster Positionsgenauigkeit, empfindlichen Produkten und niedrigen Taktzeiten.
- Thermodirekt
- Das Druckverfahren ohne Farbband, bei dem der Druckkopf ein wärmeempfindliches Etikett schwarz färbt; das Druckbild kann bei längerer Einwirkung von Licht oder Wärme verblassen.
- Thermotransfer
- Das Druckverfahren mit Farbband, bei dem der Druckkopf die Farb- oder Harzschicht des Bandes auf das Etikett überträgt; das Druckbild ist widerstandsfähiger gegenüber Abrieb, Chemikalien und Witterung.
- Trägerband (Trägermaterial)
- Das Band, auf dem die Etiketten von der Rolle kommen und von dem sie an der Spendekante abgelöst werden; die Etikettiermaschine wickelt es danach mit der Wiederaufrollvorrichtung auf.
- TTO
- Das Kürzel für den Foliendirektdruck im digitalen Thermotransferverfahren, der variable Daten wie Datum, Uhrzeit, Charge und Barcode ohne Umweg über ein Etikett direkt auf Verpackungsfolie oder Kartonage druckt.
Themen der Etikettierung: Druckverfahren, Identifikation, Pflichten, GS1, Probleme und Auswahl
Sechs Themen vertiefen die Etikettierung: Etikettendruckverfahren und Etikettenmaterial, Automatische Identifikation, Kennzeichnungspflichten und Normen, GS1-Standards, Etikettierprobleme und der Kaufratgeber für die Etikettiermaschine. Ihre Reihenfolge folgt dem Weg eines Etiketts: wie es bedruckt wird und woraus es besteht, wie seine Codes gelesen werden, welche Angaben Pflicht sind, nach welchen Standards Produkte und Transporteinheiten gekennzeichnet werden, woran Haftung und Lesbarkeit scheitern und welche Maschine es aufbringt.
Etikettendruckverfahren
Etikettendruckverfahren teilen sich in den Vordruck der Etikettendruckerei und den Druck vor Ort mit Thermodirekt, Thermotransfer, Inkjet, Foliendirektdruck oder Heissprägung.
Automatische Identifikation
Automatische Identifikation arbeitet mit drei Verfahren: Strichcode und 2D-Code werden optisch gelesen, RFID per Funk ohne Sichtverbindung.
Kennzeichnungspflichten
Welche Angaben ein Produkt trägt, bestimmt in der Schweiz der Erlass seiner Produktgruppe; die Übersicht nennt Erlass, SR-Nummer, Artikel und zuständige Stelle.
GS1-Standards
GS1-Standards legen fest, wie Artikel und Transporteinheiten mit GTIN und SSCC identifiziert, als Strichcode, 2D-Code oder RFID erfasst und ihre Daten geteilt werden.
Etikettierprobleme
Etikettierprobleme lösen sich, wenn das Störungsbild zuerst seiner Ursache zugeordnet wird: Klebstoff und Untergrund, Kälte und Feuchte, Druckkopf, Applikation, Etikettenerkennung oder Lesbarkeit.
Etikettiermaschine auswählen
Eine Etikettiermaschine wählt man nach Produkt und Etikettierlage, Etikett und Rolle, Taktleistung, Daten, Druckverfahren, Umgebung und Einbindung in die Linie.
Häufige Fragen zur Etikettierung
Etikettieren heisst, ein Etikett von Hand oder maschinell auf Produkt, Verpackung oder Transporteinheit aufzubringen.
Was ist Produktkennzeichnung?
Produktkennzeichnung ist das Anbringen der Angaben, die ein Produkt identifizieren, auf dem Produkt oder seiner Verpackung, von Hand oder maschinell, als Etikett oder im Direktdruck. Sie dient der Identifikation des Produkts, seiner Rückverfolgbarkeit und der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. Zu den Angaben gehören etwa Produktname, Hersteller und Herkunftsland, dazu maschinenlesbare Codes wie Barcode oder 2D-Code.
Was bedeutet „etikettieren“?
Etikettieren bedeutet, ein Etikett auf ein Produkt, eine Verpackung oder eine Transporteinheit aufzubringen. In der Produktionslinie übernimmt das eine Etikettiermaschine: Sie spendet das Etikett an der Spendekante oder setzt es mit einem Applikator auf, bei Bedarf unmittelbar nach dem Druck.
Was versteht man unter Etikette?
Etikette ist in der Schweiz die gebräuchliche Form für das Etikett, also den Informationsträger auf Produkt, Verpackung oder Transporteinheit. GS1 Schweiz spricht etwa von der Transportetikette, die jede Transporteinheit mit ihrem eigenen SSCC trägt, und WILUX PRINT AG beschreibt ihr Angebot „von der Etikette bis zur vollintegrierten Anlage“.
Was ist ein Synonym für „Etikettierung“?
Auszeichnung wird gleichbedeutend mit Etikettierung verwendet: Produkte werden etikettiert oder ausgezeichnet. Kennzeichnung ist dagegen der weitere Begriff, weil sie auch den Direktdruck ohne Etikett umfasst; wer etikettiert, kennzeichnet also, aber nicht jede Kennzeichnung braucht ein Etikett.
Was macht ein Etikettierer?
Ein Etikettierer bringt Etiketten maschinell auf Produkte, Verpackungen oder Paletten auf. Er zieht das Etikettenband von der Rolle, löst das Etikett an der Spendekante vom Trägermaterial und bringt es direkt oder über einen Applikator auf das Produkt; das leere Trägermaterial wickelt er wieder auf. Der Etikettierkopf WLS-III spendet dabei stufenlos regulierbar bis 40 m/min, abhängig von der Etikettenbreite.
Weiterführende Themen rund um die Etikettierung
Zwei Geräte wirken in der Etikettierung zusammen, und je ein Artikel erklärt, wie sie arbeiten: der Etikettendrucker, der das Druckbild mit Wärme erzeugt, und die Etikettiermaschine, die das Etikett vom Trägermaterial löst und aufbringt.
Funktionsweise des Etikettendruckers
Ein Etikettendrucker erzeugt das Druckbild mit einem beheizten Druckkopf, im Thermodirektverfahren ohne und im Thermotransferverfahren mit Farbband.
Funktionsweise der Etikettiermaschine
Eine Etikettiermaschine rollt das Etikettenband ab, löst das Etikett an der Spendekante vom Trägermaterial und bringt es direkt oder über einen Applikator auf das Produkt.
Quellen
- GS1 Switzerland: Global Trade Item Number GTIN: Identifikation von Artikeln und Dienstleistungen (Merkblatt), S. 1 und 2, abgerufen am 25.09.2026
- GS1 Switzerland: Serial Shipping Container Code SSCC: Identifikation von Transporteinheiten (Merkblatt), S. 1 und 2, abgerufen am 25.09.2026
- GS1 Schweiz: GS1-128 Symbologie: Der Logistik-Strichcode für Handels- und Transporteinheiten, Titelseite und S. 7, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Etikettiermaschinen, Einleitung und Fragen zur Funktionsweise, Auswahl und Automatisierung, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt Etikettierkopf WLS-III, Abschnitt 01 System, Hauptkomponenten, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt WILUX System PLS41xx, Titelseite und Abschnitt 01 System, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt WILUX System PAS42xx, Abschnitte 01 bis 05, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt WILUX System PAD1000, Einleitung und Komponenten, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt WILUX System Multiline Printer DPS1500, Einleitung, abgerufen am 25.09.2026
- WILUX PRINT AG: Datenblatt WILUX System PAS1402 LabelStick, Einleitung, abgerufen am 25.09.2026
- Honeywell: Datenblatt PM45 und PM45c (im Bestand von wilux.ch), Print Resolution, Media Sensing, Media und Ribbon Specification, abgerufen am 25.09.2026
- cab: Datenblatt SQUIX (im Bestand von wilux.ch), Komponenten, Druckköpfe, Etikettensensoren, RFID, abgerufen am 25.09.2026